Konzerte & Party

The Cribs im Crystal Club

The Cribs

In letzter Zeit gab es viel über sie zu berichten. 2007 haben die drei Brüder Ryan, Gary und Ross Jarman alias The Cribs ein Album veröffentlicht, das von Alex Kapranos (Franz Ferdinand) produziert worden war. Etwa zur selben Zeit verguckte sich Ryan in Britpop-Göre Kate Nash. Die Beziehung hielt fünf Jahre.
Nicht ganz so lange war der ehemalige Smiths-Gitarrist Johnny Marr Mitglied von The Cribs. Er war an allen Aktivitäten von den Aufnahmen bis zu den Auftritten zum letzten Album „Ignore The Ignorant“ beteiligt. Der sensible Marr und die draufgängerischen Brüder aus dem englischen Wakefield – das konnte keine Paarung für die Ewigkeit sein. Man hätte es sich zum Beispiel nicht vorstellen können, dass Marr widerstandslos an Sessions mit Steve Albini teilgenommen hätte. Der durch Arbeiten für Nirvana oder PJ Harvey bekannte US-Produzent mag es gerne kompromisslos und grobschlächtig. Bei ihm stehen die Studiomikros direkt am Schlagzeug und klingt die Gitarre hart und unerbittlich. Die Jarmans wollten das schon immer mal so haben und sind deshalb zu Albini nach Chicago geflogen.
Die Mühen haben sich durchaus gelohnt. Früher wurden The Cribs nicht zu Unrecht dem britischen Punk-Revival zugeordnet. Jetzt, auf dem neuen Album „In The Belly Of The Brazen Bull“, hört man größere Nähe zum amerikanischen Indie-Rock der Achtziger und Neunziger heraus. Zu den Pixies, Pavement oder Superchunk etwa. Diese Nähe verleiht ihnen eine Frische, die man nicht bei jeder Band vorfindet, die es schon zwölf Jahre gibt.

Text: Thomas Weiland

The Cribs, Crystal Club, Do 3.5., 20 Uhr, VVK: 17 Euro

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