Konzerte & Party

Cults im Comet

cultsFrüher mussten sich Bands erst eine Zeit lang beweisen, ehe sich die Möglichkeit zur Aufnahme des ersten Albums bot. In der heutigen Zeit kann es aber auch ganz schnell gehen, wie das Beispiel von Cults zeigt. Sängerin Madeline Follin und Gitarrist Brian Oblivion haben sich 2010 an der New Yorker Universität kennengelernt. Das nach ihr benannte Debüt erschien jetzt im Juni. Bei so einem Tempo stellt sich die Frage nach der Qualität, doch wichtige Musikmedien wie „Pitchfork“ und der „New Musical Express“ haben früh ihr Plazet gegeben. Seit Beginn des Jahres sind Follin und Oblivion beim Major Columbia Records unter Vertrag. Cults machen das, was Indie-Bands gerade gerne tun, allen voran Best Coast und Tennis: Sie verquicken den Girl-Pop der frühen Sechziger mit unkompliziertem Lo-Fi-Gitarrensound. Im Gegensatz zu ihren Kollegen achten Cults aber darauf, dass es nicht zu niedlich oder schüchtern klingt. „Go Outside“ war der Song, der ihnen zuerst Aufmerksamkeit verschafft hat. Schon er lebte vom kräftigen Gesang und der Melodie und nicht von irgendwelchen exzentrischen Manövern. Auch unter den anderen zehn Songs des Albums befinden sich keine Nieten. Für den ersten Versuch eine beachtliche Ausbeute.

Text: Thomas Weiland

Cults Comet, Di 16.8., 21 Uhr, VVK: 11,70 Ђ

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