Konzerte & Party

Das Beastfest im Columbia Club

Caliban
Foto: Tim Tronckoe

Kleiner Exkurs in musikalischen Extremen vorweg: Mitte der Neunziger vollzog sich im modernen Heavy Metal eine hoch spannende Subszenenspezialisierung – Hardcore und Metal fusionierten erstmalig zum Mischling Metalcore und verbanden so prügelnde Power mit traditionalis­tischer Technik. Fast im gleichen Atemzug manifestierten sich auch Einflüsse aus dem melodischen Death Metal in dieser neuen extremen Schwergewichtsklasse, so ­dass fortan der trennende stilis­tische Todesstreifen zwischen Death Metal und der Keimzelle der metallischen Moderne zunehmend verwischt. So viel zur Theo­rie. In der Praxis gibt es jene brachialen Band-Biester, die besagte Evolution auf den Plan rief, beim Beastfest zu bestaunen. So findet sich mit Caliban (Foto) und Maroon schon mal ein beachtlicher Teil des harten Kerns dienstältes­ter deutscher Prügelknaben der neuen Schule gemeinsam auf einer Bühne ein. Und mit Suicide Si­lence, Emmure und After The Burial hat man obendrauf noch den jüngsten und vielversprechends­ten nordamerikanischen Nachwuchs metallischer Todesschwadronen mit ins Boot geholt. Dem maximalen Moshpit-Tinnitus dürfte somit also nichts mehr im Wege stehen.

Text: Danny Dubilski

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