Konzerte & Party

Das Heartbreaker Festival auf dem Columbiagelände

Bonsai Kitten

Ein perfektes Festival ist mehr als ein bloßes Musik-Ereignis. Im besten Falle ist allein die Selbstinszenierung der Besucher schon eine Attraktion für sich. Das gilt im besonderen Maße für das Heartbreaker Festival, das sich innerhalb von drei Jahren zum Pflichttermin für Berlins Rockabilly-Fans entwickelt hat. Die versammelten Anhänger der Fünfziger, die an drei Junitagen das Gelände rund um die Columbiahalle bevölkern, werden den Schauwert sicherlich erhöhen: es gibt glänzende Haartollen, tätowierte Herzen, Anker und Pin-ups, Petticoats und Hawaiihemden nach Art der Strandfilme von Elvis Presley. Auf dem Heartbreaker-Jahrmarkt, der tagsüber zum Bummeln einlädt, dreht sich folglich alles um das Handwerk von Barbieren, Tätowierern und Vintage-Modemachern sowie um chromglänzende Fahrunterlagen der Hersteller Chevrolet, Cadillac oder Harley-Davidson. Musikalisch vollzieht sich die Retrorolle in Gestalt der Zugpferde Kitty, Daisy & Lewis, den jugendlichen Aushängeschildern einer makellosen Vintage-Ästhetik aus der Vorzeit des Rock ’n’ Roll. Für die anderen Bands mussten die Veranstalter teils nicht weit laufen, schließlich treibt Berlins Szene selber prächtige Blüten, so die Girlband The Mokkers oder das Psychobilly-Quartett Bonsai Kitten (Foto). Nach dem Auftaktabend mit Kitty, Daisy & Lewis öffnen an den Folgetagen die Heartbreaker-Tore bereits um 11 Uhr, und irgendwo wird es sicher auch Pancakes und Ahornsirup zum Frühstück geben.

Text: Ulrike Rechel

Foto: Andreas Fack

Heartbreaker Festival, ?Columbiagelände, Fr 13.– So 15.6., Graveltones + Kitty, Daisy & Lewis (Fr 13.6., 19 Uhr) gesamtes Tagesprogramm auf www.heartbreaker-berlin.de, VVK: 27 Euro Eröffnungskonzert; 35 Euro Kombiticket

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