Konzerte & Party

Das neue Album von Jean-Michel Jarre

Jean-Michel Jarre

Er war eigentlich weg vom Schuss. Vertieft in eine separate Welt riesiger Live-Events, von der er nicht mehr loskam. Aber nun nimmt Jean-Michel Jarre mit einem bodenständigen Album überraschend doch wieder Kontakt zur Pop-Mitte auf. „In der elektronischen Musik hat es in den vergangenen 40 Jahren so viele Entwicklungen und herausragende Künstler gegeben, dass es mich reizte, sie in ein mehrteiliges Projekt einzubinden“, erklärt er den Sinneswandel. In diversen Studios hat er unter anderem mit Vince Clarke, Air, Massive Attack oder Moby direkt zusammengearbeitet. Zu keiner Zeit wurden bloß Dateien per Computer ausgetauscht. Das war auch bei Pete Townsend so, den Jarre als Jugendheld betrachtet. Oder bei Laurie Anderson, die mit insistierender Erzählstimme und minimalem Backing an ihren Hit „O Superman“ aus dem Jahr 1981 erinnert. Gewidmet ist die Platte Edgar Froese. Das mit Tangerine Dream in Österreich eingespielte Stück „Zero Gravity“ ist die letzte Aufnahme, an der die im Januar dieses Jahres verstorbene Legende der Berliner Schule beteiligt war.

Text: Thomas Weiland

Jean-Michel Jarre: Electronica 1: ?The Time Machine (Sony)

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