Konzerte & Party

Das Phänomen Internet-Hits

OK Go - Das meistbeachtete und sicher auch meistüberschätzte Pop-Phänomen der Nullerjahre war der Erfolg über Nacht mittels YouTube oder MySpace. Neben den Arctic Monkeys waren es 2006 vor allem OK Go, eine Indieband aus Chicago, die das Web für sich nutzen konnte: Schlecht gekleidete und ungesund aussehende Nerds hampeln im Videoclip zum Mitklatsch-Indiesong „Here It Goes Again“ auf Laufbändern im Fitnessraum herum. Das war sehr lustig, wurde bis heute gut 50 Millionen Mal angeklickt und führte auch zu schmerzlichen Nachahmungen. 2007 durfte das Quartett dafür an der Festivalsaison teilnehmen und einen Grammy für „Best Short Form Music Video“ mit nach Hause nehmen. Nachhaltiger Plattenerfolg blieb jedoch aus.
Inzwischen immer noch nicht besser angezogen, arbeiten OK Go für ihre neue Single „WTF“ mit dem Regisseur Tim Nacka­shi zusammen, der das Laufbandkonzept in eine 80er-Jahre-Acid-Video-Ästhetik kopiert. Das Album produzierte David Frid­mann (Ex-Mercury-Rev), der den Garagenpop in funky-sur­rea­listische Sound­scapes verwandelte. „Of The Blue Colour Of The Sky“ erscheint heute weltweit.

Text: Dirk Teuber

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