Konzerte & Party

David John Hull im Schokoladen

David John HullWings – „Some People Never Know“
„Wild Life“ war nach dem Beatles-Ende die erste Platte, die McCartney mit neuer Band einspielte. Man zerriss sie, weil Ausgefeilteres von ihm erwartet wurde. Doch mir gefällt das Album genau aus den Gründen. Den Songs merkt man an, dass sie spontan entstanden. Sie klingen so organisch, als wären sie in einem unbewussten Zustand geschrieben, einfach so dem Himmel abgelauscht worden.

Elvis Costello & Burt Bacharach – „God Give Me Strength“
Glücksgefühle und Melancholie bilden hier eine faszinierende Einheit. Ich könnte mir vorstellen, dass Costello bei diesem Gemeinschaftswerk nicht nur den Text, sondern auch die Gesangsmelodie schrieb, denn sie trägt unverkennbar seine Handschrift.

Beth Gibbons & Rustin’ Man – „Autumn Leaves“
Die Portishead-Sängerin und der Ex-Talk-Talk-Bassist schufen mit „Out Of Season“ ein Folk-Meisterwerk. Meist melancholisch gehalten, aber oft auch von einer Schwindelgefühle erzeugenden Aufbruchstimmung durchdrungen.

Fairport Convention – „Autopsy“
Immer wenn ich die Stimme von Sandy Denny höre – bei Fairport Convention sang sie ja nur zwei Jahre –, bekomme ich eine Gänsehaut. Die perfekte Mischung aus Folk und Jazz.

George Harrison – „Run Of The Mill“
Mit seinem „All Things Must Pass“-Album hatte George ein eigenes Genre geschaffen: eine Art Gospelmusik für Weiße. Ich liebe hier die üppige Phil-Spector-Produktion, aber Harrison fand wohl später, dass die Platte zu viel Hall abbekommen hätte. Kurz vor seinem Tod wollte er sogar einiges davon neu aufnehmen, aber ich glaube nicht, dass er dabei gut beraten gewesen wäre…

David John Hull, Schokoladen, Mi 12.8., 21 Uhr

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