Konzerte & Party

The Dead Weather im Huxleys

The Dead WeatherDie Nachricht über eine neue Veröffentlichung aus dem Hause Jack White löst heute nicht unbedingt nur Freude aus. Mit den letzten Alben von The White Stripes und The Raconteurs hat er sich nervig nahe am Selbstplagiat bewegt. Selbst auf dem prinzipiell feinen ersten Longplayer von Gattin Karen Elson drängelt er sich am Schlagzeug mit typischem Jack-White-Rumpeln in den Vordergrund.
Zum Glück gibt es da noch The Dead Weather. Auch hier hört man natürlich, wer der Meistergeist der Band ist. Auch hier geht im Studio alles ganz fix. Keine zwölf Monate nach dem Debüt ist das zweite Album „Sea Of Cowards“ erschienen. Im Schnelldurchlauf noch mal dasselbe von vorn?
Zum Glück lässt White bei The Dead Weather auch mal andere machen. Dean Fertita, sonst bei den Queens Of The Stone Age, muss über eine beachtliche Keyboard-Sammlung verfügen, den vielen geschickt gesetzten Störmanövern von Hammondorgel bis Analogsynthesizer nach zu urteilen. Alison Mosshart, die früher bei Interviews mit The Kills keine Silbe hervorbrachte, liest jetzt in „The Difference Between Us“ selbstbewusst die Leviten. Sie ist wie ein Vulkan, der endlich zum Ausbruch kommt. Auch die Tatsache, dass man seinen Blues-Laden jetzt in einer Funk-Höhle in New Orleans aufgestellt hat und den Groove laufen lässt, trägt zum Gelingen bei. Zusammengenommen ist das die beste Musik zum Ausflippen, die es zurzeit gibt.

Text: Thomas Weiland

The Dead Weather, Huxleys, Do 1.7., 20 Uhr, VVK: 29 Euro

Tickets www.tip-berlin.de/tickets

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