Konzerte & Party

The Dead Weather im Astra Kulturhaus

The Dead WeatherLetztens hat er mit Alicia Keys die Titelmelodie zum Bond-Film „Ein Quantum Trost“ abgeliefert. Das Intro zu „Seven Nation Army“ ist Teil der modernen Folklore. Jack White hat in diesem Jahrzehnt fraglos Spuren hinterlassen. Er hat den Rock der Gegenwart geprägt, ihn wieder zu den Ursprüngen geführt und selbst trotz aller Erfolge nie die Lust auf das Unerwartete verloren. Ständig spru­delt es aus ihm heraus. So sehr, dass er dafür inzwischen drei Bands braucht.
Die neueste heißt The Dead Weather und wäre ohne einen Wink des Schicksals wohl nicht zustande gekommen. Im Vorjahr, auf Tour mit The Raconteurs, verließ White die Stimme wegen einer Bronchitis. Wie gut, dass The Kills im Vorprogramm dabei  waren, deren Sängerin Alison Mosshart konnte kurzfristig aushelfen. Schnell bemerkten alle Beteiligten, dass da mehr gehen könnte, also traf man sich wenig später
in Whites Studio in Nashville. In Anspielung auf die Umstände, die zur Entstehung der Band führten, nannte man das Debütalbum „Hore­hound“ – gemeint ist die bei Husten und anderen Wehwehchen hilfreiche Heilpflanze Andorn. Man darf sich bei diesem Wort aber auch eine unanständige Doppelbedeutung denken.
Genau darum geht es The Dead Weather dann auch: Sie wollen dreckig und diabolisch sein, das böse Tier nach außen kehren, das sie reitet. „Once I had a pony, her name was Lucifer“, faucht Mosshart. Die Musik hat einiges damit zu tun, was man von ihr und White kennt. Auch der Einfluss von Gitarrist Dean Fertita (Queens Of The Stone Age) ist zu hören. Zusammen rühren sie ein bro­deln­­des Blues-Rock-Gemisch an, das man vielleicht nur ein Mal im Leben live auskosten kann.

Text: Thomas Weiland

The Dead Weather, Astra Kulturhaus, Mo 2.11., 20 Uhr, VVK: 24 Euro

Tickets unter www.tip-berlin.de/tickets

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