Konzerte & Party

Dean Wareham im Privatclub

Dean Wareham

Die Zeit schreitet voran, aber das 25 Jahre alte Album „On Fire“ von Galaxie 500 verliert nie seinen Reiz. In dieser Musik steckt die Aufbruchstimmung im amerikanischen Indie-Rock der späten Achtziger, aber auf andere Weise als damals üblich. Sie ist nicht rabiat oder draufgängerisch, sondern leiser, langsamer und nicht von dieser Welt. Die nach einem Automodell der Marke Ford benannte Band war in erster Linie das Werk von Sänger und Gitarrist Dean Wareham, der auch nach der Auflösung des Trios im Jahr 1991 viel Musik auf hohem Niveau ablieferte, erst mit Luna, dann mit seiner Frau unter dem Namen Dean & Britta. Vor fünf Jahren erschien sein Buch „Black Postcards“, in dem er über Erfahrungen berichtet, die er in der Musikwelt gemacht hat. Da hatte man schon den Verdacht, Wareham wolle einen Schlussstrich ziehen. Aber dann gab es vor wenigen Monaten endlich das ersehnte Lebenszeichen in Form des ersten, nach ihm benannten Soloalbums. Alles, was diesen Mann auszeichnet, ist in vollem Umfang vorhanden: perlende Gitarren, ein leicht in der Schwebe liegender Gesang, großartige Songs und dazu eine Lockerheit, die neuen Lebensmut andeutet. „There’s nothing wrong with the road I’m on“, betont er in „Happy & Free“. Unzählige Bands haben sich über die Jahre ein Beispiel an Wareham genommen, egal ob sie den Genres Dream-Pop, Slowcore oder Shoegaze zuzurechnen sind. Jetzt bekommen die Adepten neue reichhaltige Nahrung.                  

Text: Thomas Weiland

Foto: Sonic Cathedral

tip-Bewertung: Hörenswert

Dean Wareham Privatclub, Mi 30.7., 21 Uhr, ?VVK: 10 Euro zzgl. Gebühr

Mehr über Cookies erfahren