Konzerte & Party

„Death Row“ im White Trash

Death RowJahrelang passiert im Lager der prägenden Doom-Metal-Instanzen analog zu ihrer Musik alles in recht schleppendem Tempo – und auf einmal überschlagen sich die Ereignisse. Nachdem uns Ende letzten Jahres die US-Metal-Legenden von Pentagram mit ihrer Deutschland-Livepremiere beehrten, gibt es für Freunde metallischer Langsamkeit erneuten Grund, sich sowie den Plattenspieler-Tonarm kurzzeitig von der alten Black-Sabbath-Scheibe zu erheben und mal wieder das Haus zu verlassen. Denn mit Death Row steht gleich der nächste denkwürdige Doom-Gig an. Personelle Parallelen zu Pentagram sind dabei durchaus gewollt, beabsichtigt und gehören sich auch so. Schließlich besteht die heutige Death-Row-Besetzung abzüglich der Frontfigur Bobby Liebling exakt aus den Leuten, die einst das Pentagram-Debüt-Album geprägt hatten, welches ursprünglich sogar ein origi­näres Death-Row-Demo war: Schlagzeuger Joe Hasselvander, Bassist Martin Swaney und Gitarrist Victor Griffin – hier nun auch als Sänger tätig. Verwirrend? Stimmt. Aber rockhistorisch belegbar. Und fernab aller Personalfragen gestaltet sich der rein tonale Genuss von Death Row ganz einfach: Mit Blue Cheer im Rücken, dem HeavyMetal-Blues im Herzen und dem psychedelischen Pharmazeutikum nach Wahl oder Bedarf in der Hand. Und dann den Kopf frei und langsam kreisen lassen. Das Aufwärmprogramm bestreiten übrigens die Japaner von Church of Misery, die diesen schwermetallenen Abend exotisch abrunden.

Text: Danny Dubilski

Death Row + Church of Mysery, White Trash, Do 8.4., 21 Uhr, VVK: 14 Euro

Tickets www.tip-berlin.de/tickets

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