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Folk

Der Akademiker-Songwriter Josh Ritter spielt und singt in der Passionskirche

Josh Ritter erzählt in seinen kleinen, großen Liedern vor allem von Amerika

Foto: Laura Wilson

Josh Ritters Songs bilden Momente ab, Stimmungen, Emotionen. Der schönste heißt „Kathleen“ und erzählt von einer Art von Liebe, von der man nur schwer würdevoll erzählen kann, nämlich von der unerfüllten, die aber nie in Trauer und Verbitterung umschlägt. Die Orgel wummert, Ritter greift beherzt in die Saiten seiner Gitarre und singt: „I know you’re waiting and I know that it is not for me. But I’m here and I’m ready and I saved you the passenger seat.“

„Kathleen“ erschien 2003 auf Ritters drittem Album „Hello Starling“, mittlerweile sind sieben weitere hinzugekommen. Auch wenn der Mann aus Moscow, Idaho, die Regler mal hoch- und mal herunterdrehte, die Gitarren mal fast reinen Akustik-Lehren folgten und mal harsch elektrifiziert wurden (das vor kurzem erschienene Album „Fever Breaks“ entstand gemeinsam mit dem Americana-Rowdy Jason Isbell und seiner Band), die musikalische Arbeitsweise war früh abgesteckt. Ritter erzählt seit mittlerweile über 20 Jahre von Amerika so, wie das nur ganz wenige tun. Dabei ordnet er sich nie irgendwelchen Strömungen unter, sondern orientiert sich an den Klassikern. An Bob Dylans Weisheiten, an den desperaten Country-Songs Townes van Zandts und an den Amerika-Geschichten von Bruce Springsteen. Es sei der Vollständigkeit halber erwähnt, dass all das eine akademische Grundierung besitzt: Ritter studierte nicht nur „American History Through Folk Music“, er gründete den Studiengang an der Uni in Oberlin, Ohio, schlichtweg selber. Ganz schön smart.

Passionskirche Marheinekeplatz, Kreuzberg, Di 16.7., 20 Uhr, VVK 35,75 € zzgl. Gebühren

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