Konzerte & Party

Die Beatsteaks in der Wuhlheide

Beatsteaks

tip Gemixt wurde „Boombox“ erstmals von Nick Launay in L.A. Warum müssen Musiker dafür eigentlich immer gleich in die USA, geht das nicht auch hier?
Thomas Götz
?Nick Launay hat einfach die am besten klingenden Platten produziert in der letzten Zeit. Deshalb war es leicht, sich auf den zu einigen. Leichter als ihn zu kriegen übrigens, aber es hat geklappt. Er ist ein sehr konzen­trierter, penibler und detail­genauer Arbeiter.

tip Nun haben Sie zwei Mal die Wuhlheide ausverkauft. Das macht etwa 34.000 Besucher in zwei Tagen. Wie weit ist es noch bis zum Olympiastadion?
Peter Baumann?Wir sind da nicht scharf drauf. Wenn sich das dahin entwickelt durch das, was wir sowieso machen: wunderbar. Aber es ist nicht unser Ziel, immer größer zu werden.

tip Europa haben Sie dennoch in weiten Teilen schon bespielt. Was kommt als nächstes? Amerika?
Peter Baumann?Wenn sich was ergibt, wo man mitspielen kann, gerne. Aber auf eine eigene Tour zu gehen hieße ja, ein Jahr weg zu sein. Das verpufft wahrscheinlich eher. Wir sind sehr glücklich darüber, wie es jetzt ist, und versuchen, das sehenden Auges mitzubekommen und zu genießen. Wir wissen, dass nicht immer alles so bleibt, wie es ist. Von daher freuen wir uns über jedes gelungene Konzert, ob klein, ob groß.

Thomas Götztip Wäre denn noch mal ein kleiner Auftritt wie der 2002 im Mauerpark denkbar?
Thomas Götz?Na, wir haben ja jetzt doch gerade erst im Supermolly gespielt…

tip Ja, aber das ist doch etwas anderes. Das im Park war illegal, auf der Pritsche eines Lkws, mit Farin Urlaub auf der Bühne, pöbelnder Polizei …?
Peter Baumann?Ja, das stimmt. Aber das wirkt doch dann blöd, oder? Als wollten wir wieder so toben und alles. Dabei gibt es doch von uns mittlerweile nur noch…
Thomas Götz?… minutiös durchgeplante Paradespielchen!

tip Von Die Ärzte wurden Sie einst protegiert, nun hört man von denen nur noch wenig. Das Gleiche gilt für Die Toten Hosen…
Peter Baumann?Ja, wir sind dieses schwarze Loch, das alles schluckt. (lacht) Nein, das ist wohl nur Zufall. Die stehen im Moment nicht so in der Öffentlichkeit, und wir sind wieder da. Das erweckt den Eindruck, man hätte die verdrängt. Aber mitnichten: Die Hosen haben uns in Dortmund und Münster besucht. Und auch Die Ärzte sind immer extrem interessiert daran, was wir machen. Jan (Farin Urlaub, Anm. d. Red.) weiß immer ganz genau, wann wir wo spielen.

tip Welche Band würden Sie selbst denn derart unterstützen?
Peter Baumann?Turbostaat, aber die sind ja schon längst kein Geheimtipp mehr.
Thomas Götz?Ich habe neulich eine Platte von einer Berliner Band gehört, die heißt Chuckamuck. Die sind sehr rumpelig. Aber supergeil.

Interview: Nadine Kleber

Beatsteaks + Johnossi (Freitag) + Kitty, Daisy & Lewis (Samstag), Wuhlheide, Fr 10. + Sa 11.6., 20 Uhr, ausverkauft

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