Konzerte & Party

Die Casiokids im Postbahnhof

Casiokids

Das norwegische Bergen ist ein Wunderland für Musikliebhaber, die das gewisse Etwas suchen. Eine Stadt, in der es so viel regnet, dass junge Leute aus Langeweile einfach kreativ werden müssen. Im 19.?Jahrhundert war es Edvard Grieg, heute sind es Kings Of ­Convenience, Datarock oder eben die Casiokids, die mit ihrer Musik von Norwegens zweitgrößter Stadt in die Welt hinaus ziehen. 2005 gegründet hat das Synth-Pop-Quartett mit „Topp Stemning Pе Lokal Bar“ im Jahr 2010 sein internationales Debüt veröffentlicht und sich damit trotz norwegischer Texte auch die Aufmerksamkeit der britischen Musikpresse erspielt. So bejubelte sie der „NME“ als „bester Export Norwegens seit Black ­Metal“. Dabei spielen die Casiokids mit ihrem eigenwilligen, süßen und extrem tanzbaren Synthie-Pop in einer ganz eigenen, anderen Welt. Und wer „Topp Stemning Pе Lokal Bar“ schon mochte, wird von ihrem neuen Album „Aabenbaringen Over Aaskammen“ begeistert sein. Die Platte klingt harmonischer, wärmer, raffinierter im Detail und geizt nicht mit smarten Beats und allerlei Klangspielereien, ohne überladen zu wirken. Dass die Mehrheit ihrer Konzert­besucher kein Norwegisch versteht, ist so nebensächlich wie der Straßenstaub unter den Schuhsohlen, die an diesem Abend einfach nur halten müssen.

Text: Christine Stiller

Casiokids, Postbahnhof, Di 28.2., 21 Uhr, VVK: 14 Euro

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