Konzerte & Party

Die „Misfits“ im C-Club

Misfits

Punk Rock in der Authentizitäts­­falle: Für viele werden die Misfits ohne ihre Urstimme Glenn Danzig wohl nie mehr das einstig Wahre sein. Denn nachdem die in den Endsiebzigern gegründete Band mit diversen Singles und den beiden Frühachtziger-­Alben „Walk Among Us“ und „Earth A.D./Wolfs Blood“ quasi im Alleingang das Genre Horror-Punk aus der Grabestaufe hob, gab es Ego-Stunk. Während Sänger Danzig sich bei seiner nachfolgenden ­Solokarriere erfolgreich auf Metal mit Bariton-Blues versteifte, durften Bassist Jerry Only und Gitarrist Doyle nach juristischen Namensstreitigkeiten mit neuem Sänger Michale Graves unter dem Misfits-Banner weiterziehen. Mittlerweile ist allerdings selbst von dieser ­Inkarnation lediglich Only übrig, der zum Bass nunmehr auch den Gesang beisteuert. Unterstützt vom ehemaligen Black-Flag-Gitarristen Dez Cadena und Drummer Eric Arce nahm man nach über acht Jahren Studiopause in dieser Konstellation gar ein neues Album auf. „The Devil’s Rain“ wurde ebenfalls nur mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Aber: Eine andere Chance, die live-haftige Wiederauferstehung solch stil­bildender Horror-Hits wie „Bullet“ oder „Skulls“ mitzuerleben, gibt es sonst nur noch bei, nun ja, kompletten Cover-Bands.

Text: Frank Thiessies

Foto: middeneaht

Misfits + Juicehead + The Shiver + Baretta Suicide, C-Club, Fr 24.2., 20 Uhr, VVK: 22 Ђ

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