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Die neue Subway To Sally-CD: „Kreuzfeuer“

Subway To Sally Viel Neues gibt es aus dem Hause Subway To Sally trotz neuer Platte leider nicht zu berichten. Allein fehlende Konsequenz kann man ihnen nicht vorwerfen, gehen die Potsdamer doch auf „Kreuzfeuer“ ihren bereits mit dem Vorgänger „Bastard“ eingeschlagenen Weg unbeirrt weiter und legen den musikalischen Akzent mehr und mehr in Richtung typischer Rock- und Metalband. Galt das Septett spätestens nach seinem Sieg beim Bundesvision SongContest 2008 als Speerspitze der deutschen Mittelalter-Metalbands, ist davon auf „Kreuzfeuer“ nicht mehr viel übrig. Zu sehr sind trotz aller Geigen- und Lautenklänge die mittelalterlichen Stilmittel in den Hintergrund getreten und werden von brachialen Metalriffs vertrieben. Diese Riffs ein paar Halbtöne tiefer gespielt und Subway To Sally gingen musikalisch an einigen Stellen des Albums als 1:1-Kopie von Rammstein durch.
Nun ist „Kreuzfeuer“ trotz allem nicht unbedingt ein schlechtes Album, es fehlen jedoch die Überraschungsmomente. Denn trotz aller Wucht der exzellenten Produktion tröpfeln die zwölf Songs fast ein wenig unmotiviert aus den Boxen. Einzig „Komm in meinen Schlaf“ lässt für wenige Momente aufhorchen, wenn auch leider im negativen Sinne. Gastsängerin Eisblume erhebt ihre mädchenhafte Stimme dummerweise derart säuselig, dass man sich fast zwangsläufig und wehmütig an die Glanzeiten einer „Hochzeit“-CD erinnert.
Alles in allem wirkt „Kreuzfeuer“ ein wenig wie der kleine Bruder oder die kleine Schwester von „Bastard“ – zwar war auch da schon längst nicht mehr alles Mittelalter, wo noch Mittelalter drauf stand – doch zu diesem Zeitpunkt war das wenigstens noch neu.

Text: Martin Zeising

tip-Bewertung: Annehmbar

Subway To Sally, Kreuzfeuer (Nuclear Blast)

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