Konzerte & Party

Die Nina Simone Story

Die Legende lebt: Junge Sängerinnen wie Feist und Stephanie McKay berufen sich auf Nina Simone, ihr Einfluss ist ungebrochen. Und keiner kann man unterstellen, die große Jazz- und Soulsängerin kopieren zu wollen – denn das ist schlicht unmöglich. Freiheit, so sagt sie im Interview, das als DVD diesem Boxset beiliegt, ist nichts anderes, als keine Angst zu haben. Das permanente Ringen darum machte ihre Konzerte zu Ereignissen, sie lebt und leidet daran, die Musik legt davon Zeugnis ab. Intensität und Auskos­tung kleinster Momente im Zusammenspiel mit ergebenen Musikern sind einmalig. Anders als die meisten Boxsets ist „To Be Free“ labelübergreifend, sodass sich bisher Unveröffentlichtes wie Gilbert Bйcauds „Let It Be Me“ und „No Opportunity Necessary“, „No Experience Needed“ von Richie Havens neben Klassikern wie „Baltimore“, „I Loves You, Porgy“ und „See-Line Woman“ ebenso finden wie der alte Hit „My Baby Just Cares For Me“. Dazu ein Song-für-Song-Booklet. Der Griff in die Sony-Archive löst auch lange nach ihrem Tod 2003 noch Bewunderung und Rührung, ja Bestürzung aus, auch über ihre Unerbittlichkeit sich selbst gegen­über.

Text: Christine Heise

To Be Free – The Nina Simone Story 3 CDs + DVD (Sony BMG)

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