Konzerte & Party

„Die Pop-Tagebücher“ von Eric Pfeil

Pfeil_EricJa, wer hat denn nun den besten Popschreiber? Dieser hier kann weder Björk noch Radiohead leiden und setzt sich damit vom üblichen Feuilletonkanon ab, sind beide Acts doch besonders dort verhätschelt. Eric Pfeil schreibt für die „FAZ“ und ergänzt den dort grundsoliden Stil wohltuend um die Eckpfeiler „Liebe und Abneigung“. Dies nun ist ein Poptagebuch und dokumentiert, dass Pop nicht ein Konsumzweig, sondern eine Lebenseinstellung ist und von unbedingter Authentizität lebt. Eine Aufgabe für jeden Tag. Der Titel ist zwar etwas albern, aber das Bemühen redlich: Er erzittert vor Dylan, lacht mit den Ärzten, empfiehlt aller Welt die Beatles, träumt vom Comeback der Band für Afrika und ist überhaupt sympathisch unorthodox. Ein Tagebuch, kein Blog (den pflegt er außerdem …), denn ein Leben im Pop ist manchmal auch ganz schön selbstquälerisch.                                                                  

Text: Christine Heise

Eric Pfeil „Komm, wir werfen ein Schlagzeug in den Schnee: Die Pop-Tagebücher“
, KiWi Paperback, 368 Seiten, 14.95 Ђ

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