Konzerte & Party

Die Schweizer Indierock-Band Pegasus im Interview

Pegasus-2014Ihr ward vor kurzem im Vorprogramm der Hurts in größeren Hallen unterwegs. Naturgemäß haben es die Vorbands nicht ganz leicht …
Wir hatten eine absolut fantastische Tournee mit Hurts und wurden in allen Ländern sehr positiv aufgenommen. Ihr Publikum hat sich offensichtlich sehr schnell mit unserer Musik angefreundet.

Euer drittes Album „Human Technology“ erschien ursprünglich 2011 und wurde dann noch einmal neu aufgelegt, was schließlich zum internationalen Durchbruch führte. Wie erklärt Ihr Euch die Verzögerung zwischen Veröffentlichung und Erfolg?
Die erste Version vom Album war der Schweizer Release. Die neue Ausgabe hatte neue Songs drauf, wie „Skyline“ oder „The Great Unknown“. Der Fokus lag zuerst klar auf der Schweiz – nach unserem Erfolg in der Schweiz nahmen wir dann andere Territorien in Angriff.

Bereits auf dem ersten Album sind Eure Lyrics auf Englisch verfasst. Hattet Ihr immer den internationalen Markt im Auge oder woran lag die Wahl der Sprache?
Englisch ist eine sehr gute Sprache zum Singen. Außerdem reden Noah’s Eltern englisch miteinander und das erleichterte ihm die ganze Sache. Und ja… wir wollten schon immer über die Schweizer Grenzen hinaus.

Euer Musikstil hat klanglich eher Schnittstellen mit dem Inselreich (ich vermute unter anderem Beatles als nicht unwesentlichen Einfluss) als mit der Alpenrepublik. Wie ist es dort um die Indierockszene bestellt?
Die Schweiz hat eine sehr lebendige und vielfältige Musikszene. Man singt zum Teil auf Schweizerdeutsch, zum Teil auf Französisch und auch auf Englisch. Es gibt eine kleine Indie-Szene, aber sie ist im Vergleich zu anderen Szenen eher klein.

Ihr ward erst kürzlich in Deutschland unterwegs – definiert ihr euch als Live-Band?
Definitiv. Unsere grössten Qualitäten sind im Live-Bereich; das ist das, was wir am längsten machen und immer hart daran gearbeitet haben. Wir brauchen den Kontakt mit dem Publikum, wollen unsere Musik mit allen teilen – das merkt man wenn man uns auf der Bühne sieht.

Dem Wintereinbruch hierzulande seid ihr durch eine Thailand-Reise entwischt. Auf Eurer Facebook-Seite schreibt ihr, dass euch das Land mächtig geschafft habe. Was war passiert?
Es passiert das, was halt so passiert wenn vier Jungs zusammen nach Asien verreisen. Vom Mopedunfall über Seekrankheit bis hin zur Lebensmittelvergiftung und dem obligatorischen Sonnenbrand war alles dabei. Aber wir hatten insgesamt eine tolle Zeit, das waren definitiv unvergessliche Ferien.

Die deutschen Medien dominierte zuletzt die Berichterstattung zur Volksabstimmung in der Schweiz. Seid ihr schon darauf angesprochen worden?
In München wie auch in Hamburg wurden wir zum Thema befragt und es ist hart auf der Bühne das Resultat der Wahlen zu erklären. Wir haben bisher nur positive Reaktionen zu unserer Heimat erhalten, aber das Resultat dieser Volksabstimmung macht die Schweiz international nicht beliebter.

Interview: Ronald Klein

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