Konzerte & Party

Freelance Whales im Magnet

Freelance WhalesEs ist schon geschickt, wenn die Freelance Whales meinen, sie als Multi-Ins­trumentalisten zu bezeichnen, wäre des Guten ein wenig zu viel. So tritt man sympathisch bescheiden auf und impliziert zugleich, eben genau dies zu sein: eine Ansammlung von Multi-Instrumentalisten. Tatsächlich benutzt das Quintett aus New York nicht nur Akustikgitarren, Pauken oder Schellenringe, sondern lässt auch immer wieder Banjo, Glockenspiel, Harmonium, Wassergeige sowie Computersamples zirpen und klingeln. Heraus kommt dabei herrlich versponnener Folk-Pop mit zuckerwatteweichen Kinderlied-Melodien, schrägen Rhythmen und Texten voller Traumgeister. Zuerst durften sich dies die Passanten des Big Apple anhören – was wiederum so ein Kniff zu sein scheint: Denn einerseits umwebt derlei Straßenmusikantentum die Biographie einer jungen Band mit einer hübschen Authentizitätspatina. Andererseits ist es, wie Sänger Judah Dadone sagt, wenig sinnvoll, in einer Bar vor 20 Leuten aufzutreten. „Wenn Du dagegen auf der Straße spielst, erreichst Du mit einem Konzert 500 Leute aus der ganzen Stadt, manchmal sogar aus der ganzen Welt.“ Auf diese Weise hätten sie zudem allerhand Industrievertreter getroffen, was ihnen und dem ersten Album „Weathervanes“ den Sprung aus den U-Bahn-Stationen in die große weite Welt überhaupt erst ermöglicht habe.

Text: Roy Fabian

Freelance Whales + Broken Records, Magnet, Di 8.2., 20 Uhr, VVK: 16,10 Ђ

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