Eighties-Pop

Dinner im Acud Macht neu

Wenn ein Däne als Dinner auftritt, gibt es sehr spezielle Klanggerichte

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Dieser Anders Rhedin hat überhaupt keine Bedenken, ganz unbefangen aufzutreten, wenn er unter dem Namen Dinner ins Rampenlicht tritt. Im Video „Going Out“ zeigt er sich in knallig rotem und grünem Outfit und singt wie Robert Smith und David Bowie. In „Turn Me On“, einem Höhepunkt im Repertoire von Dinner, denkt man an David Gahan und mehr noch an die Simple Minds nach Beendigung ihrer exzentrischen Anfangsphase.
Sicher, die Achtziger sind in den vergangenen 15 Jahren oft genug als Inspiration in Erscheinung getreten, aber das interessiert Rhedin nicht im Geringsten. Er ist anders als der Rest und trägt selbstbewusst zur Schau, was er will. Das hat er bei der Kopenhagener Kammermusik-Pop-Band „Choir Of Young Believers“ gelernt, der er bis 2008 angehörte. Heute gibt er sich kosmopolitisch und wechselt den Wohnsitz zwischen der dänischen Hauptstadt, Berlin und Los Angeles. Gerade von letzterer Stadt profitiert er als Musiker: „Es gibt dort von Natur aus diesen Unterton von böser, düsterer Energie in Los Angeles, auch im Pop-Songwriting steckt diese nächtlich-dämonische Qualität“, sagt Rhedin.
Mehr davon zeigt er auf seinem ersten Dinner-Album, das „Psychic Lovers“ heißt und beim Label Captured Tracks (Mac DeMarco, DIIV) erschienen ist. Achtung also, Anders Rhedin ist gut untergekommen und hat es ordentlich drauf.

Acud Macht neu Veteranenstr. 21, Mitte, Do 15.9., 21 Uhr, VVK 12 € zzgl. Gebühr

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