Konzerte & Party

Donavon Frankenreiter und Xavier Rudd im Postbahnhof

Donavon Frankenreiter

Als Sonnengemüt Jack Johnson vor zehn Jahren zum Weltstar des akustischen Hängematten-Pop aufstieg, schob die allgemeine Euphorie auch die Karrieren einiger Geistesverwandter mit an. Dabei hob sich vor allem Donavon Frankenreiter aus der Schar der singenden Surfer ab. Der Mann mit dem Magnum-Lächeln und dem 70er-Schnauzbart machte sich zuletzt jedoch rar; seine jüngsten beiden Alben waren nur in den USA erhältlich. Das aktuelle Album „Start Livin'“ hat der Songwriter mit der gefällig angeschmirgelten Stimme in nur wenigen Tagen aufgenommen. Vom sämigen, an 70er-Soul angelehnten Bandklang früherer Platten rückt Frankenreiter ab. Statt Schlagzeug reichen den Songs oft bloße Klicks vom Zippo-Feuerzeug, Händeklatscher oder eine mit Salz gefüllte Konservendose als Shaker. Auf der Bühne im Kreise seiner Band kann sich das schnell zur Jamsession auswachsen. Seinen Berliner Tournee-Stopp teilt sich der Kalifornier mit Xavier Rudd. Auch der Australier ist für ein offen gehaltenes Klangspektrum bekannt. Auf seinem frisch veröffentlichten Album „Spirit Bird“ treffen Banjo, Blues- und Akustikgitarren auf Instrumente der australischen Aborigines, wie Didgeridoo, Daumenklavier, Trommeln und rituelle Chöre. Verbunden mit Textpassagen in der Sprache der Ureinwohner und Themen wie dem Ausverkauf geheiligter Landstriche ist „Spirit Bird“ eine stolze Hommage an Rudds Heimat.

Text: Ulrike Rechel

Donavon Frankenreiter + Xavier Rudd, Postbahnhof, Di 31.7., 20 Uhr, VVK: 26 Ђ

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