Konzerte & Party

Amy Macdonald in der O2-World

Amy Macdonald

Dunkel klingt ihre Stimme, sehr kräftig. Ein schottisches rollendes R, ganz leicht nur hörbar. Und die Frau dazu? Amy Macdonald gilt als bodenständig. Die 23-Jährige ist immer höflich, eine Musikerin ohne Allüren. Dabei verkaufte sich ihr Debütalbum „This Is Life“ millionenfach. Nicht weniger als traditionellen, handgemachten Folk hatte sie sich auf die Fahne geschrieben. Ihre zweite Platte „A Curious Thing“ klingt nun ein bisschen aufgekratzter. Hier und da löst eine elektrische Gitarre die akustische ab, die Songs sind opulenter arrangiert. Eingespielt hat sie es übrigens in Paul Wellers Black Barn Studio. Phasenweise adelte der Hausherr sogar einige Stücke mit ein paar Gitarrenriffs: „Darauf bin ich irrsinnig stolz. Schließlich ist Paul ein großartiger Songschreiber.“ Und ihr Mentor.
Im Herbst 2007 nahm er die damals noch völlig unbekannte Sängerin mit auf Tournee. Wenige Monate später machte sie „This Is Life“ zum Star. Seither reißen sich alle um „die Macdonald“. Dieser Hype ist ihr jedoch nicht geheuer: „Klar freut es mich, dass die Menschen meine Musik so lieben. Aber ich traue Ruhm nicht. In dem Moment, wo man sich mit ihm identifiziert, ist man verloren.“ Solche Aussagen sind ihr ernst, sonst hätte sie ja nicht in dem Lied „This Pretty Face“ diesen Celebrity-Kult angeprangert, dem ein Großteil unserer Gesellschaft längst verfallen ist: „Einige Kollegen tun wirklich alles dafür, um in irgendwelchen Klatschgazetten stattzufinden. Sorry, das ist nicht meine Welt.“

Text: Dagmar Leischow

Amy Macdonald, O2 World, Do 11.11., 20 Uhr, VVK: 32 Euro

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