Konzerte & Party

Doom-Metal von Pentagram im Magnet

PentagramPentagram – das klingt nach schwarzen Messen, Düstermännern und Schweineblutopfern. Dabei ist die Band um Sänger und einziges konstantes Mitglied Bobby Liebling in etwa so satanistisch wie Ottfried Preußlers „Die Kleine Hexe„. Rein rockgeschichtlich ist die 1971 gegründete Kultkapelle mit dem mystischen Namen allerdings auch ohne Beelzebub-Budenzauber von Relevanz. Denn mit Black Sabbath und Blue Cheer stehen nicht nur zwei große Namen Pate für Pentagrams Sound, sondern die Band steht auch selbst auf Augenhöhe mit diesen Urvätern des Heavy Metal. Genauer gesagt, des Doom-Metal, jener speziellen Spielart, die nicht auf kreischender Schnelligkeit, sondern auf stimmungsvoller Schwere, schleppenden Riffs und der walzenden Bauchigkeit des psychedelischen Blues fußt. Von persönlichem Pech, Mitgliederschwund und der Drogenfahndung aufgrund eines Gramms zu viel im Gepäck verfolgt, blieb der Band aus Woodbridge, Virginia, der große Durchbruch, wie ihn die Kollegen erlebten, allerdings stets verwehrt. Pentagram schafften nicht nur das seltene Kunststück, erst 14 Jahre nach Bandgründung ihr Debütalbum zu veröffentlichen – sie lösten sich auch eine Platte später gleich wieder auf. Seit 1994 jedoch läuft die Veröffentli­chungs­­­politik, abgesehen von der leidigen Personalfrage, verhältnismäßig rund. Ein Grund mehr, das überfällige Live-Debüt in Deutsch­land an diesem Premierenabend im Magnet zu begießen und vor Freude im Fünfeck zu springen.

Text: Danny Dubilski

Pentagram + Trouble + Syrach, Magnet, Mi 30.9., 20 Uhr, VVK: 18 Euro

Tickets unter www.tip-berlin.de/tickets

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