Konzerte & Party

Down By The River-Festival im ://about blank

Jolly Goods

Berlins Party-Plätze sind vergänglich, und so hat das Down By The River Festival schon allerlei Orte bespielt, ob Kater Holzig oder Bar25. Inzwischen ist das Berliner Antifolk- und Do-it-yourself-Gipfeltreffen weitergezogen und hat glücklich im ://about blank angedockt. Der Fluss ist zwar nicht mehr direkt in der Nähe, um die Füße hineintauchen zu können. Doch der verwunschene, wilde Charme des Clubs samt Garten am Ostkreuz passt eigentlich auch besser zu dem freundlich-skurrilen Hippiefest als allzu angesagte Spree-Adressen. Ein Dutzend Bands und Solisten, mit und ohne Ukulele, haben die Macher um Festivalgründer Ran Huber für die sechste Ausgabe gebucht. Das Billing fällt mit hohem weiblichen Anteil positiv auf: Da wären etwa die Schwestern Jolly Goods (Foto), so etwas wie Berliner Garage-Rock-Instanzen, die einen Vorgeschmack auf ihr drittes Album geben. Fragil und versponnen klingen die Songskizzen von DC Schneider, wiederum ein Schwesternduo. Mit Bands wie Za! aus Barcelona und Hamburgs Schnipo Schranke treiben auch die freakigeren Abzweige des Antifolk-Genres munter ihre Blüten – Mainstream gibt es schließlich genug, erst recht in der Festivalsaison. Die Stärke des Festes liegt denn auch in der Schönheit des Moments: im spontanen Gemeinschafts-Gig von Bands, die sich soeben kennenlernten; in der aufgehobenen Grenze zwischen Bühne und Publikum oder auch in der Entdeckung von Rohdiamanten, für die das Down By The River Festival schon immer gut war.

Text: Ulrike Rechel

Foto: Jolly Goods and Stefanie Walk

Down By The River, ://about blank, Markgrafendamm 24?c, Friedrichshain, Sa 26.7, 14 Uhr (bis 22 Uhr, danach Party im Zukunft), VVK: 15 Euro zzgl. Gebühr, Kinder bis 14 Jahre gratis

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