Pop

Dua Lipa im Columbia Theater

Nach ein paar Singles gilt Dua Lipa als neue britische Pop-Hoffnung

Nicole Nodland

In England arbeitet die Hype-Maschine schneller als im Rest der Welt. Es ist also nicht ungewöhnlich, dass die 21-jährige Dua Lipa gleich mit ihrer ersten Single „New Love“ als neue Pop-Hoffnung gefeiert wurde. Ihre Referenzen sprachen für sich. Entdeckt wurde die gebürtige Engländerin vom Management Lana Del Reys, nachdem sie auf Youtube mit Christina-Aguilera-Coverversionen auf sich aufmerksam gemacht hatte. Mit Musik ist Dua Lipa aufgewachsen, ihr Vater ist im Kosovo, von wo die Eltern während des Bürgerkriegs nach England flohen, ein bekannter Sänger. Die Familie lebt inzwischen wieder in der Heimat, nur Dua ging damals nicht mit zurück. Sie blieb in London, modelte mit 15 eine ­Weile, bevor sie sich für die Musik entschied.
Klingt natürlich alles viel zu gut, um wahr zu sein. Wahr ist allerdings auch, dass die Musik von Dua Lipa viel zu gut klingt – insofern man das nach einer Handvoll Singles überhaupt schon sagen kann. Ihr dunkles Timbre ist ein interessanter Kontrast zu dem hellen, am weißen R’n’B orientierten Dancefloor-Pop, der dank heutiger Produktionsstandards bei vielen Sängerinnen Anfang 20 immer etwas ähnlich klingt. Die Entdeckung der Stunde ist Dua Lipa allein schon wegen ihrer programmatisch betitelten Single „Hotter than Hell“ aus dem vergangenen Jahr.

Columbia Theater Columbiadamm 9–11, Kreuzberg, Fr 7.4., 20 Uhr, VVK 25,50 € zzgl. Gebühren

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