Konzerte & Party

Dub-Urvater Lee Perry

LeePerry_c_PromoEr könnte sich dafür auf die Schultern klopfen, dass er Dub-Reggae zur Bassmusik schlechthin gemacht hat. Oder dafür, dass er Bob Marley Starthilfe gegeben hat. Aber Perry ist nicht wie andere 75-Jährige. Er macht einfach weiter. Nun wäre es sicher übertrieben, wenn man glaubt, er könnte noch mal an seine Glanzzeit in den Siebzigern anknüpfen. Dafür stand er dann doch ein paar Mal zu oft mit dem Wahnsinn auf Du und Du. Man denke nur an den Tag, als er sein legendäres Black-Ark-Studio in Jamaika abgefackelt hat. Da war es nicht gut um ihn bestellt. Zum Glück hat Perry irgendwann gemerkt, dass es im Leben auch ohne Alkohol und Joints geht. Und auch musikalisch gesehen hat er sich erholt. Vor drei Jahren erschien sein 54. Album „Repentance“, das er zusammen mit Andrew W.K. aufgenommen hat. Mit einer Miniaturausgabe von Meat Loaf also. Ausgerechnet. Auf dem jüngsten „Rise Again“ singt Perry und Bill Laswell ist am Bass zu hören. Und jetzt kommt der ewige Upsetter gut aufgelegt mit dem Londoner Mad Professor nach Berlin.

Text: Thomas Weiland

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