Konzerte & Party

Edward Sharpe & The Magnetic Zeros im Festsaal Kreuzberg

Edward_SharpeAndTheMagneticZeroesEdward Sharpe heißt eigentlich Alex Ebert. Sein Alter Ego legte sich der Songschreiber aus L. A. als kleiner Junge zu, immer dann, wenn es ihm zu bunt wurde im Alltag als Spross überzeugter kalifornischer Hippies samt Urschrei-Therapie, Rollenspielen und Obertonbrummen im Wohnzimmer. Später folgte eine radikale Antiphase: Als Partyboy und HipHop-Fan gelangen Ebert Mitte der Nullerjahre immerhin ein paar Hits mit der Electro-Rocktruppe Ima Robot. Doch erst seit er die Neofolkband Edward Sharpe & The Magnetic Zeros gründete, scheint sich der Mann mit der angeschmirgelten Stimme richtig wohl in seiner Haut zu fühlen, und zwar als Hippie. Dafür scheint die Schönheit vieler Melodien des Debüts der Beweis zu sein, etwa in der strahlenden Folkrockhymne „40 Day Dream“ oder „Home“ – einem Sonny & Cher-artigen Liebesduett zwischen Ebert und Mitsongschreiberin und Partnerin Jade Castrinos. Eine ähnliche, gleichwohl intimere Mischung aus Harmonieseligkeit und Optimismus legte er unlängst auf seinem Solodebüt „Alexander“ nach. Zur Love-and-Peace-Überzeugung der Band gehört auch, die Bühne teils mit Spielwilligen aus dem Publikum aufzufüllen oder Lakritze zu verteilen. Jede neue Hippie-Generation braucht ihre eigenen Bräuche.

Text: Ulrike Rechel

Edward Sharpe & The Magnetic Zeros Festsaal Kreuzberg, Di 16.8., 21 Uhr, VVK: 17,70 Ђ

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