Konzerte & Party

Ein Interview mit Kari Rueslatten

Kari Rueslatten

tip Dein letztes Album „Time To Tell“ (2014) erschien nach einer neunjährigen Pause. Ein Jahr später legst Du „To The North“ nach…
Kari Rueslatten Ja, ulkig, oder? Es haben sich über die Jahre so viele Ideen angesammelt, die förmlich darauf warteten, in eine Form gegossen zu werden. Noch einmal neun Jahre wollte ich definitiv nicht warten. Aber damals war für mich gar nicht klar, ob ich überhaupt weiter Musik veröffentlichen werde. Die Resonanz auf „Time To Tell“ war für mich sehr überraschend, und hat mich bestärkt, weiterzumachen.

tip „To The North“ klingt selbstbewusster.
Kari Rueslatten Das resultiert definitiv aus den Erfahrungen des letzten Jahres.

tip Die Arrangements wurden opulenter, klanglich gibt es unheimlich viel zu entdecken. Wie lange warst Du dafür im Studio?
Kari Rueslatten Ehrlich gesagt, gar nicht so lange. Nur ein paar Tage. Mein Produzent Jostein Ansnes ist fußballverrückt. Er ist großer Anhänger vom FC Liverpool. Daher meinte er, wir sollten eine Weile nach England rüber, damit er dort ein paar Spiele im Stadion sehen kann. Warum nicht? Er schlug die Parr Street Studios vor…

tip … die früher Genesis gehörten.
Kari Rueslatten Genau. Dort nahmen von Black Sabbath über Coldplay bis zu Napalm Death Bands unterschiedlicher coleur auf. Das klang für mich spannend.

tip Deine Wurzeln liegen im Metal der frühen 90er …
Kari Rueslatten Eine spannende Zeit, die ich manchmal vermisse. Es war eine sehr experimentelle Zeit, Musiker verschiedener Bands unterstützten einander. Diese Form der Solidarität gibt es heute so nicht mehr.

tip Bevor Du 1994 Deine Solokarriere  gestartet hast, warst Du Sängerin bei The 3rd And The Mortal. Gibt es die Band noch?
Kari Rueslatten Zumindest gibt es die Musiker noch. Ich habe im letzten Jahr mal alle zusammen getrommelt und es war schön, einander zu sehen.

tip Genau wie letztes Jahr spielst Du in der Lichtenberger Galerie theArter. Warum hast Du Dich in den Ort verliebt?
Kari Rueslatten Es ist keine Konzerthalle, sondern eben eine Galerie. Ich liebe Orte, die die Aura von Kunst versprühen. Außerdem ist der Ort sehr klein und bietet nur Platz für 60 Zuschauer. Ideal für meine Musik.

tip Du spielst unplugged. Welche Songs befinden sich im Repertoire?
Kari Rueslatten Der Schwerpunkt liegt auf dem neuen Material. Aber wir arbeiten auch gerade daran, ältere Songs umzuarrangieren. Wir möchten dem Publikum einen großen Querschnitt bieten.

Interview: Ronald Klein

Foto: Arlid Juul

Kari Rueslatten, Galerie theArter, Hagenstr. 56, Lichtenberg, Fr 04.12., 20 Uhr  

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