Konzerte & Party

Einen Monat Feierlichkeiten: 30 Jahre Ex\n\Pop

Ex'n'Pop

Eins bleibt unerlässlich: Das Ex’n’Pop hat stets bis in die Puppen offen. 1985 geschah dies noch in der bürgerlichen Schwäbischen Straße, dort trafen sich kleene Punker, denen das Risiko zu drogenbezogen war. Aber auch dies wurde damals zu laut für die Nachbarn. 1987 zog man deshalb in die Mansteinstraße, wo der heutige Mythos vom Absturz-Club entstand. Zuvor hatte das Risiko geschlossen, und die Neubauten, Nick Cave und viele andere mussten nur um die Ecke laufen, um ihre neue nächtliche Bleibe zu finden. Mehr Platz war da, es spielten Die Haut, Alex Hackes Jever Mountain Boys und die Geschwister Meret und Ben Becker. Sven Regener wurde zu einer Szene in „Herr Lehmann“ inspiriert. Aber auch dieses Slacker-Glück war nicht von Dauer. Cave zog weg. Die Neubauten privatisierten und das Gebäude wurde 2000 renoviert. Heute findet man dort einen Fahrradladen.
Mittlerweile nutzt das Ex’n’Pop die einstigen Räume des Hausbesetzerclubs K.O.B. Alles ist da, was man braucht: eine Bar, eine Bühne, sogar ein kleiner Kinosaal – nur die alte Magie sucht man vergebens. Dennoch wird mit einem umfangreichen und auch recht spannenden Jubiläumsprogramm vom 1. bis 31. Oktober der eigenen Geschichte gedacht. Infos unter www.exnpop.de.

Text: Hagen Liebing

Foto 1987: Kurt Sehrgut

Foto 2014: Gerd Metzner

 

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