Konzerte & Party

Electric Moon im Comet Club

Electric Moon

Wäre die Musik von Electric Moon eine Droge, handelte es sich um einen hirnrindenzersetzenden Meskalin-Trip: die wabernden Gitarrenklänge, die sich in ungeahnte Höhen schrauben, darunter hypnotische Drums, die mal bedrohlich, mal euphorisch vorpreschen, dazwischen Orgeln, elektronische Effekte, zischende Geräusche, alte Synthesizer. Alles schmilzt zu einer flirrenden Energie, durch die sich ein wuchtiger Bass schlängelt, der den Puls vorgibt. Mächtige Instrumentals, die „Brain Eaters“ oder „Moon Love“ heißen und gerne mal an die 20 Minuten dauern, schälen sich aus ambienthafter Langsamkeit in eine ausufernde Dynamik, die man an Kraut-, Progressive- und Psychedelia-Bands wie Amon Düül II, Gong oder Hawkwind schätzt. Electric Moon wollen die Essenz psychedelischer Bewusstseinserweiterung vertonen, ihr erklärtes Ziel ist die Errichtung einer „Wall Of Psychedelic Sound“. Das funktioniert, schließlich steht hinter dem 2009 gegründeten Space-Rock-Projekt Dave Schmidt alias Sula Bassana. Berlinern dürfte er noch als Bassist der Liquid Visions bekannt sein, die in den 90er-Jahren im Schatten der Technotempel ein psychedelisches Sixties-Revival anführten.

Text: Jacek Slaski

Electric Moon, Comet Club, Falckensteinstraße 47, Kreuzberg, Sa 22.11., 20 Uhr, AK: 15 Euro, anschließend Psy-Trance-Party

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