Konzerte & Party

Esperanza Spalding im Admiralspalast

Esperanza Spaulding

Von Prince gepriesen und als musikalischer Gast beim Gershwin Award für Stevie Wonder geladen zu werden – das muss man als Jazz-Newcomer erst mal hinbekommen! Esperanza Spalding hat diese Aufmerksamkeit verdient. Denn die Kontrabass spielende, singende und nicht zuletzt komponierende Berklee-College-Absolventin zeigte bereits mit ihrem zweiten Album („Esperanza“) einen Facettenreichtum, der Soul-, Latin- und Fusion-Fans gleichermaßen für sie einnahm. Schon das Intro-Stück, die durch Wayne Shorter bekannt gewordene Milton-Nascimento-Komposition „Ponta de Areia“, machte klar, dass es fortan keinen Grund mehr gibt, den frühen Return To Forever nachzutrauern. Denn Esperanza Spaldings Scat-Gesang ist genauso mitreißend wie einst bei der jungen Flora Purim, und auch ihr Pianist Leo Genovese braucht sich nicht hinter Chick Corea zu verstecken. Auf Spaldings drittem Werk kommt zudem ein Streichertrio zum Einsatz, für das die 27-Jährige mit Gil Goldstein Arrangements schrieb, die weit orchestraler klingen als es der Albumtitel („Chamber Music Society“) erwarten lässt. Ihre surreal anmutende Version des Nina-Simone-Klassikers „Wild Is The Wind“ fasziniert dabei genauso wie die selbst geschriebene Ballade „Apple Blossoms“, für die sie sogar Milton Nascimento, den Altmeister der Mъsica Popular Brasileira, als Duettpartner gewann!

Text: Markus von Schwerin

Esperanza Spalding, Admiralspalast, Sa 9.7., 20 Uhr, VVK: 22–38 Euro

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