Konzerte & Party

Exportgut Französische Musik

French_Music_Cautionneurs

Ob Jane Birkin in der Berliner Philharmonie Chansons haucht oder Elektronik-Pionier Pierre Henry die Volksbühne beschallt: meist zieht das French Music Export-Büro die organisatorischen Fäden, dessen deutsche Dependance im Berliner Institut Français untergebracht ist. Der gemeinnützige Verband mit weltweit neun Büros entstand vor einigen Jahren auf Initiative und mit Finanzierung der französischen Musikwirtschaft und Politik mit dem Ziel, aktuelle Musik aus Frankreich außerhalb der Landesgrenzen zu fördern. Die einfache wie geniale Idee dahinter ist es, die in ihrer Heimat konkurrierenden Majors und Indies, Liveacts und Tonträger im Ausland unter einen Hut zu bringen. Das Musikgenre spielt bei der Förderung ebenso wenig eine Rolle, wie die Bekanntheit der Künstler oder die Sprache, in der sie singen.

Brisa_Roche

Zu den Entdeckungen der letzten Zeit gehört zum Beispiel die in Paris lebende Amerikanerin Brisa Rochй, die im März im Roten Salon ihre Mandelaugen funkeln und rockig-folkigen Pop erklingen ließ. Oder Camille, deren engelsgleiche Schmeichelstimme auch ohne ihre Band „Nouvelle Vague“ den Postbahnhof Anfang Juni prall gefüllt hat. Und für diesen Herbst organisiert das Büro sogar ein ganzes Festival, das Jazzdor Strasbourg-Berlin, das den Hauptstädtern zum 2. Mal die französische Jazzszene komprimiert vorstellt. Und das trotz sinkendem Budget.

Mit dem Konzept des organisierten Musikexports war das French Music Export-Büro Vorbild in Europa und leistete u.a. Geburtshilfe für das deutsche Pendant, die German Sounds, die sich jedoch nicht dauerhaft etablieren konnten. In ihre Fußstapfen tritt jetzt die deutsche Initiative Musik. Ein Erfolg auch für die französischen Vorreiter.
www.french-music.org

Mehr über Cookies erfahren