Konzerte & Party

Farao in der Berghain Kantine

Farao

Kari Jahnsen nennt sich als Musikerin Farao und hat eine bewegte Vergangenheit hinter sich. Sie hat die ersten 19 Jahre ihres Lebens in Valdres im Süden Norwegens gelebt, in Trondheim an einem Rockmusik-Kurs teilgenommen und sich dann in Liverpool, Oslo und fünf Jahre lang in London aufgehalten. Jetzt versucht sie es mit Berlin, und das nicht ohne Grund. „Ich stehe hier nicht so unter Druck wie in London, wo ich in vier Bands gespielt und in einer lokalen Brauerei gearbeitet habe. Hier habe ich viel mehr Zeit für kreative Gedanken.“ Für die Aufnahmen zu ihrem Album „Till It‘s All Forgotten“ musste sie wieder woanders hin reisen. Nach Island nämlich, zu Mike Lindsay von der Band Tunng, mit dem sie vorher schon an einer EP gearbeitet hatte. „Er ist sowohl professionell als auch jovial. Mike sagt mir direkt, was seiner Meinung nach verkehrt ist. Er ist aber auch für einen Scherz zu haben. So entsteht eine Stimmung, bei der ich das Beste aus mir herausholen kann.“ Jahnsen geht es darum, dass sie sich ihre Eigenheiten bewahrt. Mithilfe elektronischer Instrumente arbeitet sie an einem verträumten Klangbild. Mit Tribal-Trommelspiel will sie dagegen ein menschliches Element betonen. „Ich höre mir voller Bewunderung an, was Jaki Liebezeit bei Can gespielt hat. Ich arbeitete mittlerweile schnurstracks auf eine komplexe Rhythmik zu. Das ist nicht zu unterschätzen. Der Mensch braucht Bewegung.“

Text: Thomas Weiland

Farao, Berghain Kantine, Am Wriezener Bahnhof, Friedrichshain, Di, 6.10., 21 Uhr, VVK: 13 Euro zzgl. Gebühr

Mehr über Cookies erfahren