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„Als die Synagogen brannten“ im Zeughauskino

Kautschuk_01_c_QuelleDeutscheKinemathekDer Held ist hier ein Engländer, der eigentlich nach den damaligen Propagandarichtlinien ein Schurke hätte sein müssen. In Brasilien sucht Henry Wickham nach Samen, die er nach England schmuggeln will, um dort der Gummi­produktion auf die Füße zu helfen. Für diesen Reißer kamen Aufnahmen einer deutschen Amazonas-Expedition aus 1935/36 zum Einsatz, und Renй Deltgen in der Hauptrolle ist viel zu sehr Sympathieträger, als dass man hier nicht von einem dezidiert apolitischen Film sprechen müsste. Und genau das war die Absicht. Das Zeughaus zeigt „Kautschuk“ am 8. November im Rahmen seiner Reihe „Als die Synagogen brannten“. Sie enthält Filme, die im November 1938 in Berlin in den Kinos liefen, zu einer Zeit, da die antisemitische Politik sich intensivierte. In der Nacht des 8. November 1938 kam es schließlich zu dem gesteuerten Pogrom, der lange Zeit unter dem Propagandatitel „Reichskristallnacht“ geführt wurde.

Text: Bert Rebhandl

Foto: Deutsche Kinemathek

Filmreihe „Als die Synagogen brannten“, Di 5.11.–So 1.12. im Zeughauskino.

 

Wir verlosen 5 x 2 Freikarten für die Vorstellung von „Kautschuk“ am Fr 8.11. im Zeughauskino um 19.00 Uhr.

E-Mail bis 6.11. an [email protected]

Kennwort: November 1938

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