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Fem Film zeigt fünf neue dänische Filme

preludiumDie fünf Filme, die erstmals in Berlin gezeigt werden – nicht im Kino, sondern in einer Privatwohnung –, sind experimentell, verstörend und provokativ. Das Gros der Beiträge zeigt Menschen in der Krise: In Johan Melins One-Take-Experiment „Preludium“ suchen junge Kopenhagener nach ihrem Platz im Leben. Martin de Thurahs „Young Man Falling“ ergründet die Seelenlage eines 17-Jährigen zwischen Trauer, Verliebtheit und Schulstress. Simon Staho schickt in seinen Filmen „Bang Bang Orang­utang“ und „Dai­sy Diamond“ die Haupt­figuren auf eine Tour de Force durch Tod, Verlust und Erniedrigung. Ganz anders dagegen Morten Hartz Kaplers „AFR“: Im Stile einer Dokumentation schildert er den fiktiven Mord am dänischen Ministerpräsidenten Anders Fogh Rasmus­sen. Kapler manipuliert in seiner sehenswerten „Mockumentary“ ebenso klug wie schamlos echte Interviews, mischt sie mit Spielszenen und behauptet, der konservative Politiker sei schwul gewesen und überdies das Opfer einer Verschwörung geworden, nachdem er sich zu entschlossen für die Dritte Welt eingesetzt habe.

Text: DSW

Fem Film Dresdener Straße 117, Kreuzberg; Do 20. bis So 23.11.; www.femfilm.de

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