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Lachende Erben. ?Lustspiele 1930–1933

Lachende Erben. ?Lustspiele 1930–1933

Die frühen 1930er-Jahre stellen die Glanzzeit der deutschen Musikkomödie dar, obwohl oder gerade weil sich die Realität in jenen Tagen mit der weltweiten Wirtschaftskrise von ­einer unerfreulichen Seite zeigte. Die Tonfilmoperetten paarten die Wirklichkeit mit absurdem jüdischen Witz, flotten ­Melodien und einer optimistischen Wir-lassen-uns-nicht-unterkriegen-Mentalität. Da träumen arbeitslose Steno­typistinnen von der Heirat mit dem neuen Chef („Sehnsucht 202“, Foto), bieten Verwechslungen ganz neue Erfolgsaussichten („Moritz macht sein Glück“), und werden gute Geschäfts­ideen aus der Not heraus geboren („Die Drei von der Tankstelle“, „Ein toller Einfall“).
Die Filmreihe „Lachende Erben“ zeigt viele, auch unbekanntere Werke jener Jahre und erzählt dabei auch, wie eine ­Blütezeit zu Ende ging, als die jüdischen Filmschaffenden in der Naziära Deutschland verlassen mussten.    

Text: LP

Foto: Archiv

Lachende Erben. Lustspiele 1930-1933 bis 27.3., Zeughauskino, Unter den Linden 2 (im DHM), Mitte

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