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Shadow Feminine im Arsenal

Unter dem schönen Titel „Shadow Feminine“ zeigt man im Arsenal-Kino nun eine Menkes-Werkschau, die von dem frühen Super-8-Film „A Menkes_Phantom_LoveSoft Warrior“ bis zu „Phantom Love“ (Foto), der radikalen jüngsten Arbeit der Regisseurin, reicht. Menkes’ unnachgiebige Psycho-Schocker sind tatsächlich „Visionen“: „Phantom Love“ (2006) etwa lotet in surrealen Schwarz-Weiß-Bildern die Traumata einer Casino-Angestellten aus, immer an der Grenze zur Entwirklichung, zur Abstraktion. Um den Terror kapitalistischer Zumutungen kreist auch Nina Menkes’ bester Film, „Queen of Diamonds“ (1990), gedreht in den unwirklichen Spielhöllen von Las Vegas: Er macht Ernst mit dem Schrecken der US-Spaßkultur. Bildgewaltige Analysen weiblicher Psychopathologie und männlicher Alltagsgewalt: Reise durch die befremdlichen Bildwelten einer Ausnahmefilmemacherin.

Text: StG

Shadow Feminine
Arsenal
Do 2. bis So 19.10.,
von Do-Sa 2.-4.10. wird Nina Menkes persönlich über ihre Filme Auskunft geben

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