Festivals

„Sturm und Zwang“ im Zeughauskino

Ein gutes Dutzend DEFA-Spielfilme war von den Beschlüssen des 11. Plenums des ZK der SED im Dezember 1965 betroffen. Ein Plenum, das als „Kahlschlag“ in die Geschichte eingegangen ist. Filme, die sich kritisch mit der DDR-Gesellschaft beschäftigten, wurden verboten oder in der Produktion gestoppt; die künstlerische Beschneidung auf Verordnung drängte die progressiven Kräfte zurück. Das Zeughauskino präsentiert in seiner Reihe „Sturm und Zwang“ alle von der kulturellen Zäsur betroffenen Filme. Da gerät etwa der junge Peter Naumann in Konflikt mit dem Vater seiner Freundin in Frank Vogels „Denk bloß nicht, ich heule“ (19.12.), machen Jürgen Böttchers Jugendliche aus „Jahrgang 45“ Ballett (ebenfalls 19.12.), ist Wasserspringerin Katharina Jens für Regisseur Kurt Maetzig „Das Mädchen auf dem Brett“ (20.12.).    

Text: CW

Foto: Defa Stiftung

Sturm und Zwang bis Di 20.12., Zeughauskino, Unter den Linden 2, Mitte

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