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Crowdfunding für den Festsaal Kreuzberg

estsaal_kreuzbergDoch auch der Großeinsatz der Feuerwehr mit 300 Feuerwehrleuten konnte nicht mehr verhindern, dass der Festsaal von innen komplett ausbrannte (wir berichteten). In den folgenden Tagen ergoss sich eine Welle der Anteilnahme und Solidarität. Die vielen positiven Reaktionen der Festsaal-Besucher bestärkten das Team in seinem Willen, ihre „Randgruppen-Mehrzweckhalle“ (Mitbetreiber Björn von Swieykowski) wieder aufzubauen. Doch bis dahin braucht es noch jede Menge Geduld – und Geld. Geld, das die Betreiber alleine nicht aufbringen können. Deshalb haben sie eine Crowdfunding-Aktion für den Wiederaufbau des Festsaals ins Leben gerufen. Tip-Autorin Susanne Grautmann sprach mit Björn von Swieykowski, einem der Betreiber des Festsaals Kreuzberg.

Wie geht es Ihnen im Moment?
Ich würde mal sagen, den Umständen entsprechend. Es gibt natürlich so ein gewisses Ungemach, weil wir noch nicht genau wissen, wie es letzten Endes weitergehen wird mit dem Festsaal. Aber wir versuchen, das Beste daraus zu machen.

Sie sind entschlossen, den Festsaal wieder aufzubauen. Zur Finanzierung haben Sie eine Crowdfunding-Aktion auf Startnext gestartet. Was erhoffen Sie sich davon?
Die Kampagne soll uns in die Lage versetzen, noch 2013 mit der Planung für den Wiederaufbau anzufangen. Zunächst müssen wir einen Architekten beauftragen, der den Bauantrag stellt. Zudem brauchen wir ein neues Brandschutzgutachten. Das alles kostet schon eine ganze Stange Geld. Wir gehen von 30.000 Euro aus, die wir gerne durch die Crowdfunding-Aktion zusammentragen möchten.

Wissen Sie mittlerweile, ob der Festsaal an seinem jetzigen Ort wieder aufgebaut werden kann?

Das steht noch nicht fest, aber wir sind optimistisch. Immerhin werden laufend neue Gutachten von der Versicherung in Auftrag gegeben, und das macht uns Mut, denn das heißt ja schon mal, dass auch die Versicherungen noch an einen Wiederaufbau glauben. Jetzt wurden gerade Proben von den Stahlträgern aus der Decke entnommen, um zu untersuchen, ob sie irreparable Schäden aufweisen.

Welche alternativen Standorte kämen denn überhaupt in Frage?
Das ist nicht so leicht zu beantworten, denn Locations, in denen wir uns den Festsaal vorstellen könnten, gibt es auch in Berlin nicht an jeder Straßenecke. Wir würden gerne in Kreuzberg bleiben, aber auch Neukölln könnten wir uns vorstellen.

Können Sie schon absehen, wie lange es bis zu einer Wiedereröffnung ungefähr dauern wird?

Im allerpositivsten Falle dauert es noch ein Jahr, aber realistischer ist es wohl, wenn wir die  Wiedereröffnung für das Frühjahr 2015 ins Auge fassen.

Sind bis dahin noch weitere Aktionen zur Finanzierung des Wiederaufbaus geplant?
Es laufen weiter einige Veranstaltungen, die sonst im Festsaal stattgefunden hätten. An diesen Veranstaltungen verdienen wir als Veranstalter natürlich auch. Und Ende des Jahres soll der Förderverein Festsaal Kreuzberg Kultur e.V. gegründet werden.

Vielen Dank für das Gespräch und viel Glück für den Wiederaufbau!

Mehr zur Crowdfunding-Aktion unter http://www.startnext.de/festsaal-kreuzberg

Foto: Screenshot Festsaal Kreuzberg Promovideo

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