Konzerte & Party

Fettes Brot in der Columbiahalle

Für ihr neues Album „3 is ne Party“ haben Fettes Brot den Blick in Richtung Vergangenheit gerichtet. Nicht in die eigene, sondern in die künstlerische und musikalische der 80er. „Wir machen es uns bewusst ungemütlich“, sagt Doktor Renz. „Manchmal ziehen wir uns selbst die warme Decke runter, um den Arsch hochzukriegen und wach zu bleiben. Wir verlassen die Pfade, um neue Wege zu finden.“ Inspiriert von einem Foto von Andy Warhol sowie zahllosen alten Schallplatten im bandeigenen Studio auf St. Pauli kratzten die drei an der Zeit und ließen sich von den Eindrücken treiben. „Uns hat die Ästhetik und revolutionäre Kraft von Pop-Art und Warhol sofort gefallen“, erzählt Björn Beton. „Damals gab es Disco, Soul, Funk, Rapmusik, Graffiti, Punk. Der popkulturelle Zusammenhang von Musik und Kunst hat uns sehr inspiriert.“ Ermutigt dadurch, dass damals aus einfachen Dingen wie einer Tomatendose Kunst entstand, trafen Fettes Brot eine Entscheidung: „Wir haben uns mit Absicht verschlankt“, sagt König Boris. „Wir haben das Neumann-Mikro zur Seite gestellt und uns ein Shure FM 58 geholt, das normalste Mikro der Welt. Wir haben uns außerdem bei der Produktion bewusst mit dem ersten gefundenen Sound zufriedengegeben und auf die Magie des Moments gesetzt, in dem die Idee entsteht.“ Tatsächlich steckt ordentlich Dampf in den pumpenden Stücken. „Die Intensität hat viel mit unserer vorangegangenen Pause zu tun“, sagt König Boris. „Es war einfach viel Energie da, die rauswollte.“

Text: Nadine Kleber

Fettes Brot + MC Fitti?, Columbiahalle, Fr 7.2., 20 Uhr, ausverkauft 

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