Konzerte & Party

Fink im Quasimodo

Fink

Fin Greenall hat einst House-Tracks produziert, inzwischen aber gibt er sich als entschiedener Technik­skeptiker. „Die Zeit, die du dafür drauf gibst, dir Geräte zu kaufen, könntest du besser in einen Song investieren. Letztlich glaube ich: Je mehr Talent du hast, umso weniger Equipment brauchst du.“ Nur konsequent, dass der 39-Jährige im Lauf seiner vielgestaltigen Musikerbiografie heute bei elementaren Ausdrucksmitteln angelangt ist. Nach Kapiteln im Dance-Fach, im TripHop, als Remixer und DJ basieren die Songs auf „Perfect Darkness“ im Kern auf Gitarre in ungewöhnlichen harmonischen Stimmungen sowie auf Greenalls zentralem Instrument: soulgefärbtem, angenehm resonanten Gesang. „Ich wusste, dass ich ganz gut Gitarre spielen kann“, vergleichsweise spät aber erfolgte die Entdeckung seiner Stimme, die eher an einen schwarzen Bluessänger denken lässt als einen blassen Ex-Skater aus Brighton. „Es hat drei Alben gedauert, bis ich richtig singen konnte“, lacht Fink, „wir haben damals versucht rauszufinden, was wir da eigentlich spielen: Ist es Folk, ist es Soul? Das neue Album fühlt sich jetzt so an, als ob wir ziemlich sicher sind, wie wir klingen. Keine Ahnung, wie man es nennen will.“ Die Wurzeln jedenfalls liegen irgendwo im Mississippi Delta.

Text: Ulrike Rechel

Fink, Quasimodo, Do 23.6., 22 Uhr, ausverkauft!

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