Konzerte & Party

The Flying Eyes im Bi Nuu

The Flying Eyes

Einer ihrer Songs heißt „We Are Not Alive“. Das ist natürlich glatt gelogen. Natürlich sind The Flying Eyes am Leben. Aber dieser Titel hat trotzdem Sinn. Die Band aus Baltimore will sich nicht über einen Hype in den Vordergrund drängen. Sie gehört zum Kreis der überzeugten Rock-Kellerkinder. „Für viele passen wir nirgends richtig hin. Für Hipster sind wir zu sehr am Rock’n’Roll dran, für Mainstream-Hörer sind wir zu eigenartig. Leichter haben es Leute, die in Psychedelisches, klassischen Rock oder Blues vernarrt sind. Sie können unseren düsteren und seltsamen Trip nachvollziehen und uns begleiten“, glaubt Schlagzeuger Elias Schutzman. So eine präzise Selbsteinschätzung hört man von Musikern selten. Mit ihrer Einstellung sind The Flying Eyes bisher gut gefahren. Nach den EPs „Bad Blood“ und „Winter“ kamen sie vor zwei Jahren mit dem Album „Done So Wrong“ in die Gänge. Der Nachfolger „Lowlands“ ist soeben beim Berliner Nois-o-lution erschienen und wurde von Rob Girardi produziert. Für die Abmischung sorgte Chris „Frenchie“ Smith. Die beiden Szene-Urgesteine haben die Stärken der Band voll zur Geltung gebracht. In bestimmten Abschnitten wird per Fuzz-Verzerrung Nähe zu einer anderen Dimension gesucht. Das von Led Zeppelin bekannte rhythmische Poltern ist ebenso vorhanden wie vorsichtige Zugänglichkeit. Live wird das mit vollem Engagement zelebriert. „Wir spielen auf der Bühne wie besessen auf. Wir stehen nicht einfach nur herum, sondern überlassen unsere Körper ganz dem Willen der Musik“, sagt Schutzman. Das hört sich dann doch sehr lebendig an.

Text: Thomas Weiland

The Flying Eyes + Blues Pills + Magnificent Brotherhood, Bi Nuu, Mi 7.8., 21 Uhr, VVK: 17 Euro

Mehr über Cookies erfahren