Konzerte & Party

Foals im Kesselhaus

Foals

Was für ein Wirbel das damals doch war! Als vor sieben Jahren das erste Foals-Album „Antidotes“ auf den Markt kam, dachten viele, es beginne eine neue Entwicklung im Rock. Die fünf Musiker aus Oxford fühlten sich nicht den Vorbildern verbunden, die von anderen Musikern zuvor schon zigfach zitiert worden waren. Bei den Foals fußte alles auf den unkonventionell-nervösen Rhythmen des Math-Rock und einem perlenden Gitarrenspiel, das eigentlich in Afrika zu Hause ist. Gut, am Ende wurde daraus vielleicht nicht der Sound der Zukunft, aber die Band um Sänger Yannis Philippakis hat sich seitdem dennoch mehr als beachtlich geschlagen. Wie weit sie gekommen ist, zeigt das neue, mittlerweile vierte Album „What Went Down“. Philippakis röhrt im Titelsong sehr entschlossen wie Iggy Pop und Alan Vega in deren besten Tagen. Auf der anderen Seite stehen dem mit „Birch Tree“ und „Night Swimmers“ zwei Songs gegenüber, in denen die Afrobeat-Einflüsse erneut eine wichtige Rolle spielen und zum Tanz einladen. Am Schluss steht mit „A Knife In The Ocean“ ein siebenminütiges Opus, das sich erst psychedelisch nähert und dann in ein großes Finale übergeht. Dieses Selbstbewusstsein wird der Band auch auf der Bühne helfen. Auftritte der Foals gelten in Britannien ohnehin als echtes Ereignis, 2013 sind die Herren vom Magazin „Q“ als bester Live-Act ausgezeichnet worden. Diesen Ruf werden sie jetzt bei ihrem Konzert in Berlin noch einmal mit aller Kraft zementieren.

Text: Thomas Weiland

Foto: Nabil Elderkin

Foals, Kesselhaus, Schönhauser Allee 36, Prenzlauer Berg, ?Di 8.9., 20 Uhr, ausverkauft

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