Konzerte & Party

„Foster The People“ im Club ADS

Foster The People

Seine Kindheit in Ohio fasst Mark Foster gern überspitzt zusammen: als „16 Jahre Winter“. Der Wechsel ins sonnige Los Angeles direkt nach der High School sollte sich für den Songschreiber mit der geschmeidigen hellen Stimme gleich vielfach lohnen. Zum einen lernte der heute 27-Jährige die lässige, unterschwellig glamouröse Lebensart der Filmmetropole schätzen. Zum anderen klappte es hier mit der erhofften Popkarriere: ein Traum, dem jahrelanges, weitgehend unbemerktes Solomusizieren vorausging. Der Erfolg mit Fosters erster eigener Band aber geriet zum Paukenschlag. An Foster The People kam diesen Sommer niemand vorbei, namentlich dem Ohrwurm „Pumped Up Kicks“, der mit schlichtem Schlagzeugbeat und gemütlich hopsender Bassmelodie einsteigt, bevor der Bandchef mit freundlich verschlafener Stimme die Strophe anstimmt. Der helle Chorus schließlich ist so infektiös, wie es in den Vorsommern „Kids“ von MGMT war oder „Young Folks“ von Peter Bjorn & John. Auch der Rest des Debütalbums des Trios, das live zum Quintett anwächst und zwischen Tasten, Percussion und Gitarre zirkuliert, kann sich hören lassen.  Schwierig sei es gewesen, fähige Mitstreiter zu finden, erinnert er sich – wo gute Leute in L.A. meist von Stars wie Beck abgegriffen würden.

Text: Ulrike Rechel

Foster The People, Club ADS, Fr 11.11. 21 Uhr, VVK: 17 Ђ

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