Konzerte & Party

Fran Healy im Magnet Club

fran-healyDerzeit zieht es wieder viele Briten nach Berlin, Paul Smith von Maximo Park etwa oder Barry Burns von Mogwai. Im Vergleich dazu ist Fran Healy – seit drei Jahren im Prenzlauer Berg zu Hause – schon ein Alt-Zugezogener. Nur natürlich, dass der Travis-Sänger mit „Wreckorder“ so etwas wie sein „Berlin-Album“ eingespielt hat. Es ist das erste Mal, dass der Schotte etwas ohne seine Band veröffentlichte; vom Schlagzeug bis zur Produktion war der 36-Jährige für alles allein zuständig. Ein paar handverlesene Gäste sind auf den Songs zu hören, darunter Americana-Sirene Neko Case oder Paul McCartney, „aber größtenteils habe ich alles allein gespielt“, erzählt der Songwriter. Das Ergebnis hält die Waage zwischen vertrauter Ohrwurm-Balladerie und ungewohnteren Stil-Anleihen wie im Alt-Country-Duett mit Case, „Sing Me To Sleep“. Auf der Bühne setzt Healy die Songs nur mit Akustik­gitarre um, nah dran am Publikum. „Viel Mut“ habe ihn der Szenenwechsel gekostet, bekennt Healy. „Es ist eine Frage des Selbstvertrauens. Vor drei oder vier Jahren hätte ich das noch nicht gebracht.“ Sorge, dass er nun gar nicht mehr von seinem Solopfad zurückkehren mag, braucht aber niemand zu haben. „Travis ist Teil meines Lebens, die Jungs sind für mich die beste Band der Welt.“

Text: Ulrike Rechel

Fran Healy Magnet Club, Do 3.3., 20 Uhr, VVK: 24,50 Ђ; Tickets www.tip-berlin.de/tickets

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