Konzerte & Party

„Frauenarzt“ muss löhnen

FrauenarztDas Amtsgericht Tiergarten hat am Montag (21.12) den Rapper „Frauenarzt“ zu einer Geldstrafe von 8.400 Euro verurteilt. Stein des Anstoßes waren die expliziten und pornographischen Gewaltdarstellungen in den Texten des Musikers. Der 31-Jährige hatte auf seiner 2006 erschienenen CDs „Porno Mafia“ und „Geschäft ist Geschäft“ in allen Einzelheiten über die Verstümmelung und Ermordung von Frauen gerappt. Bei einer Durchsuchung seiner Berliner Wohnung fand die Polizei im April 2009 zudem 15 verbotene CDs anderer Musiker.
Staatsanwalt Thomas Schulz-Spirohn machte im Zusammenhang mit dem Urteil deutlich: „Es gibt in Deutschland sehr wohl Praktiken und Handlungen, deren Ausübung staffrei ist, deren Abbildung in Wort, Schrift und Musik aber eben unter Strafe steht.“
Der verurteilte Rapper erkannte das Urteil zwar an, zeigte sich dennoch zerknirscht: „Es ist doch traurig, dass man nicht über seine eigenen sexuellen Vorstellungen und Vorlieben rappen darf.“

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