Konzerte & Party

Live in der Arena: Blue King Brown

Blue King BrownMelbourne ist ihre Heimat. Die smarte Metropole stellt das kulturelle Zentrum Australiens dar, und auf deren Straßen waren Carlo Santone und Natalie Pa’apa’a lange Zeit zu Hause. Er war für den wummernden Bass zuständig, sie für den hochenergetischen Beat. „Der Asphalt ist ein knallharter Lehrmeister“, erinnert sich die heutige Frontfrau von Blue King Brown, „aber wer es schafft, dort immer wieder zu begeistern, der muss rein gar nichts mehr fürchten.“ Sie begeisterten nicht nur ihr Publikum, sondern auch andere Musiker. Das Duo wuchs zu Blue King Brown. Und die sind heute zu acht. Jeder bringt ein anderes Klanggewürz mit: eine Messerspitze polynesische Perkussion, polyrhythmischen Afrobeat-Fond, ein Teelöffel Rebel-Reggae, ein paar Spritzer urbane Klänge der Straßenecken, grobe Krümel schwärzesten, erdigen Funk, eine Brise lateinamerikanischen Saitenzauber. Das Ganze wird mit politisch-kämpferischen Texten abgeschmeckt. „Wir sind gleichermaßen von Femi Kuti, Santana und Bob Marley beeinflusst“, verrät Natalie Pa’apa’a und weist darauf hin, dass „nicht zwangsläufig viele Köche den Brei verderben. Auf den gekonnten Mix kommt es an.“ Der ist nicht nur verdammt gelungen, sondern auch einzigartig. Wenn Blue King Brown in der Arena ihr musikalisches Festmahl anrichten, dann wird kochend heiß serviert. Und die Wirkung hat etwas vom gallischen Zaubertrank. Man will zwar sicher keine wilden Eber jagen oder spinnende Römer durch die Luft werfen, aber tanzen, tanzen, nichts als tanzen.

Text: Franz X.A. Zipperer

Blue King Brown, Popdeurope, Arena, Fr 24.7., 21 Uhr, VVK: ab 13 Euro

Tickets unter www.tip-berlin.de/tickets

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