Konzerte & Party

Jane Birkin im Kammermusiksaal der Philharmonie

Jane Birkin

Als sich Jane Birkin 1980 von Serge Gainsbourg trennte, endete damit nicht ihre Zusammenarbeit. Bis zu dessen Tod 1991 wurde jede Platte der Schauspielerin vom Ex produziert, seine für Birkin geschriebenen Liedtexte zeigten dabei jene feminine Seite, die er auf eigenen LPs schon länger im Verborgenen hielt. So erstaunte es auch nicht, dass erst 1996 mit „Versions Jane“ wieder ein Album von Jane Birkin erschien. Dies bestand zwar erneut zu 100 Prozent aus Gainsbourg-Liedern, doch die wenigsten davon hatte Birkin zuvor interpretiert und die Arrangements – unter anderem von der Folkband Les Negresses Vertes – unterschieden sich deutlich von den Originalen. Dies galt umso mehr für den Raп-Chanson-Mix auf „Arabesque“ (2002), welcher Birkin weltweit als Gainsbourg-Innovatorin eta­blierte. Gemessen daran mag die nun gebotene Gainsbourgiade mit japanischem Kammerquartett wieder vertrauter klingen, doch wie Birkin den Liedtexten stets neue Facetten abgewinnt, beweist, dass sie sich in ihrer Interpretationskunst nie mit bewährten Lösungen zufriedengibt. Der Zusammenarbeit mit dem Jazzpianisten Nobuyuki Nakajima ging ein Benefizkonzert voraus, das sie Anfang April in Tokio zugunsten der Fukushima-Opfer mitorganisierte. Darin sah die gebürtige Britin das „direkteste Mittel, den Menschen zu zeigen, dass ich an sie denke“.

Text: Markus von Schwerin

Jane Birkin, Kammermusiksaal/Philharmonie, Fr 28.10., 20 Uhr, VVK: 32–42 Euro

Verlosung: 5 x 2 Tickets
Email an [email protected],
Einsendeschluss: 27.10., Kennwort: Birkin

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