Synthie-Pop

Future Islands in der Columbiahalle

Japan-Horror: Future Islands spielen ihr neues Album vor Veröffentlichung live

Tom Hines

Keyboarder Gerrit Welmers kann sich noch daran erinnern, wie es war, als Future Islands zum ersten Mal in Berlin spielten. Das Konzert fand 2009 im Schokoladen statt. „Zu diesem Zeitpunkt hatten wir noch nicht so viel Material beisammen. Unsere Auftritte dauerten maximal 45 Minuten.“ Das fand der Veranstalter hier in Berlin zu kurz. „Also spielten wir noch ein paar Songs aus der Zeit mit einer früheren Band spontan aus der Erinnerung heraus, damit die Stunde voll wurde.“
Heute sieht das für ihn sowie Sänger Sam Herring und Bassist William Cashion anders aus. Seit dem Erfolg mit dem letzten Album „Singles“ und dem Aufhänger „Seasons (Waiting On You)“ gilt die Band aus Baltimore als Attraktion. Von einer völligen Veränderung wollen die Mitglieder aber nicht reden.
Nun, da das neue Werk „The Far Field“ vor der Veröffentlichung steht, legt Cashion Wert darauf, dass die alten Zeiten noch nicht vergessen sind: „Auf ‚Singles‘ fehlten für mich die Ecken und Kanten, die unseren Sound vorher besonders gemacht hatten. Damals hatten wir uns mit tragbarem Equipment vorübergehend in verschiedenen Lagerhallen eingerichtet. Es klang rau, wie bei einer Lo-Fi-Produktion.“ Zu diesem Geist wollen sie wieder zurück. Cashions Verlobte ist mit den neuen Aufnahmen schon mal zufrieden: „Für sie hört sich einiges wie in einem Soundtrack zu einem japanischen Horrorfilm an. Das empfinde ich als Super-Bestätigung.“ Na dann!

Columbiahalle Columbiadamm 13, Tempelhof, Di 21.3., 20.30 Uhr, VVK 28 € zzgl. Gebühr

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